Keimdichte
Die Keimdichte auf den Händen beschreibt die Anzahl an Mikroorganismen (wie Bakterien, Viren und Pilze) pro definiertem Hautareal. Sie wird üblicherweise in koloniebildenden Einheiten pro Quadratzentimeter (KBE/cm²) gemessen. In der Infektionsprävention ist die Keimdichte ein zentraler Messwert, um das Infektionsrisiko und die Wirksamkeit von Hygienemaßnahmen zu bewerten. Die Verteilung der Keimdichte unterscheidet sich stark nach Hautregion, Feuchtigkeitsgrad und individueller Händehygiene1: 1. Residente Hautflora (Standortflora) 2. Transiente Hautflora (Anflugflora) Verschiedene Faktoren können die Keimdichte auf den Händen exponentiell ansteigen lassen: In der Krankenhaushygiene dient die Messung der Keimdichte (z. B. durch Abklatschuntersuchungen) als Indikator für die Qualität von Hygienemaßnahmen. Das primäre Ziel der hygienischen Händedesinfektion ist die Reduktion der Keimdichte um mindestens 5 Log-Stufen. Das entspricht einer Eliminierung der transienten Flora um 99,999 %. Nur so kann die Übertragungskette von Krankheitserregern effektiv unterbrochen werden. Quellen:Keimdichte nach Hautregion
Bereich der Hand Keimdichte unter den Fingernägeln 61.370 KBE/cm² Handfläche 850 KBE/cm² Handrücken 250 KBE/cm² Fingerzwischenräume 220 KBE/cm² Mikrobiologische Unterteilung
Diese Flora gehört zum natürlichen Schutzmantel der Haut. Sie siedelt dauerhaft in den oberen Hautschichten, Talgdrüsen und Haarfollikeln.
Diese Keime gelangen durch Kontakt mit der Umwelt, Patienten oder kontaminierten Oberflächen vorübergehend auf die Hände.Relevante Einflussfaktoren
Bedeutung für die Praxis

Abb. 1: Keimdichte auf den Händen in KBE/cm² (koloniebildenden Einheiten pro Quadratzentimeter)

Abb. 2: Illustration residenter und transienter Hautflora auf der Handfläche
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