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Glossar

Benetzungslücken Händedesinfektion

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Benetzungslücken (Fehlstellen) sind Hautareale, die bei der Händedesinfektion nicht oder nicht vollständig mit Desinfektionsmittel benetzt werden. Da Krankheitserreger in diesen Lücken überleben können, stellen sie ein erhebliches Infektionsrisiko dar. Häufig treten diese Lücken an Daumen, Fingerkuppen, Nagelrändern und Handrücken auf [Abb. 1].

Ursachen & Relevanz

  • Anwendungsfehler: Zu geringe Menge an Desinfektionsmittel, zu kurze Einwirkzeit oder das Auslassen von Hautpartien.
  • Risiko: In den Benetzungslücken ist die Keimreduktion unzureichend. Krankheitserreger können dort überleben und trotz Händedesinfektion weiter übertragen werden.

Vermeidung durch Training

Damit Benetzungslücken nicht unbemerkt bleiben, ist regelmäßiges Training ein wichtiger Bestandteil der Infektionsprävention:

Herkömmliche Methode: UV-Kontrolle

Bei der weit verbreiteten UV-Methode werden fluoreszierende Testmittel eingesetzt. Die Kontrolle erfolgt anschließend unter UV-Licht, meist in einer UV-Box.

  • Die Hände werden mit einem fluoreszierenden Testmittel eingerieben.
  • Nach der Anwendung werden die Hände unter UV-Licht betrachtet. Dabei werden benetzte Hautpartien und mögliche Benetzungslücken sichtbar.
  • Das Training zeigt, welche Handareale nicht ausreichend benetzt wurden.

Moderne Methode: DesiCoach®

Bei der DesiCoach®-Methode werden zwei Trainingsflüssigkeiten eingesetzt. Das Training in zwei Phasen ermöglicht die Kontrolle sowie anschließende Optimierung der Benetzung.

  • Die Hände werden zunächst mit einer transparenten Färbelösung eingerieben. Beim Trocknen werden benetzte Hautpartien und mögliche Benetzungslücken deutlich sichtbar [Abb. 2].
  • Anschließend wird eine Entfärberlösung verwendet. Dabei wird die Benetzung bereits während der Anwendung sichtbar. Dieses unmittelbare Feedback hilft, die eigene Einreibetechnik gezielt zu korrigieren und korrekte Bewegungsabläufe intuitiv zu trainieren [Abb. 3].

Laut KRINKO/RKI-Empfehlungen (Seite 1206) sind Schulungen zu den Indikationen der Händedesinfektion in Verbindung mit praktischem Training für alle Mitarbeitenden in Gesundheitseinrichtungen mindestens jährlich sowie zeitnah bei Hinweisen auf Probleme in diesem Bereich durchzuführen.


Zwei Hände auf weißem Hintergrund zeigen häufige und sehr häufige Benetzungslücken bei der Händedesinfektion mit blauen und dunkelblauen Markierungen.

Abb. 1: Schematische Darstellung typischer Benetzungslücken. Hellblau: Häufig vergessen. Dunkelblau: Sehr häufig vergessen.

Drei Einzelmomente des Trainings der Händedesinfektion mit dem DesiCoach®-Färber werden mit Fotos von Händen veranschaulicht.

Abb. 2: Sichtbarmachung von Benetzungslücken und Dosiermenge beim Training mit dem DesiCoach®-Färber

Drei Einzelmomente des Trainings der Händedesinfektion mit dem DesiCoach®-Entfärber werden mit Fotos von Händen veranschaulicht.

Abb. 3: Unmittelbare Sichtbarmachung der Benetzung beim Training mit dem DesiCoach®-Entfärber




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